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20 Jahre FlyART: Wir feiern am 5./6. Mai in Hesselbach unser 20 jähriges Jubiläum. Tesflüge an Winde und Hang mit Skywalk, Team Five und Advance Schirmen, Flugsimulator und Vorträgen zur Gleitschirmtechnik und neuen Reisezielen von FlyART sind der Rahmen. Wir hoffen auf gutes Wetter und rege Beteiligung.  Sicherheitstraining: Wir haben noch freie Plätze!!
Für das FlyART Sicherheitstraining am Gardasee vom 18. 06 - 22.06. könnenn wir einige Piloten/innen aufnehmen. Siehe auch Sicherheitstraining 

Fliegen im Land der Pharaonen

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Ägypten

Die Weite der Wüste

Hier fliegen zu dürfen ist schon ein einmaliges Erlebnis!

Die Weite der Wüste

im ersten Jahr nach der Revolution und ca. 6000 Jahre nach den ersten kulturellen Höhepunkten besuchen wir dieses aussergewöhnliche Land. Für uns Gleitschirmflieger deshalb ungewöhnlich in Jahre 2012 n.C., weil sich keine Fluggebiete recherchieren lassen. Zigtausende besuchen das Land am Nil, Berge sind zu erkennen, aber keine registrierten Flüge und Gebiete.

Paragliding Egypt

Unsere Scouting Tour 2012 in das unbekannte Fliegerland Ägypten

Paragliding Egypt

Also machen wir uns auf die Suche nach den vermissten Fluggeländen, angeregt durch Amir, einem Deutsch-Ägypter aus Köln und seinem Freund Ayman, echter Ägypter. FlyART mit Freunden auf Scoutingtour...

Landeplatzsuche

In den einschlägigen Foren gibt keine Infos zu Flügen und Fluggebieten in Ägyten. Also machen wir uns auf die Suche.

Landeplatzsuche

Unsere Suchregion ist Hurghada und die umliegenden Wüstengebiete. Bei Sonnenschein, aber doch frischen Temperaturen so um die 15 Grad starten wir mit Hami als Fahrer eines Landcruisers und fahren an den Fuß des Randgebirges. Dort schauen wir uns zunächst den potientiellen Landeplatz an. Steinig, sandig, aber gut landbar.

Dann geht es in ein sandiges Wadi ins Landesinnere, wir fahren auf dem Sand so mit 100 km/h dahin, allein das ist schon ein Erlebnis! Wir verlassen den Canyon auf einer Rampe, um dann auf einem großen Plateau kurvig zurück zum Rand des Gebirges zu steuern. Eine kurze Erkundung zu Fuß folgt. Das Ergebnis: startbar, nicht einfach, weil eine echte Kante den Startplatz nach vorne hin begrenzt und er zum Teil mit scharfkantigen Steinen belegt ist. Auch passt am Morgen der Wind leider nicht. Der Nachbarberg schaut besser aus, so dass wir bei einem erneuten Versuch dort starten werden.

Trainingsplatz Wüste

Im unserem Winter an so einer schönen Düne Rückwärtsstart trainieren zu können, das ist schon super. Speziell bei den angenehmen Temperaturen.

Trainingsplatz Wüste

Zurück in die Wüste: Wir finden kleinere Abhänge, die bis weit nach oben gesandet sind und auch im Sand auslaufen; also eine ideale Startfläche abgeben. Auch der Wind passt hier. Wir packen die Schirme aus und spielen stundenlang am Boden bei einem fast konstanten Wind. Nach der ersten Euphorie kommen wir am Jeep zusammen, dort hat Hami, unser koptischer Fahrer, einen köstlichen Tee zubereitet. Frisch gestärkt beginnt die zweite Runde Training.

Die Bedingungen sind super:

  • langsam ansteigende Fläche ohne Steine oder sonstige Hindernisse, du kannst dich wirklich vom Schirm durch den Sand ziehen lassen;
  • der Wind, ein Traum an Konstanz,
  • angenehme Temperaturen, du kannst im T-Shirt den Schirm bedienen.

Essen beim Beduinen Mc.

Die Vorbereitungen zum Essen nach dem Training sind fast abgeschlossen.

Essen beim Beduinen Mc.

Irgendwann haben alle genug trainiert und kommen am Auto zusammen. Hier die nächste Überraschung: Hami hat mitten in der Wüste sein Beduinen Mc. aufgebaut und köstliche Brote und Fladen bereitet. Nach dieser Stärkung sind wir für die letzte fliegerische Aktivität des Tages gerüstet. Es geht zurück zum Randgebirge, um jetzt erneut die Bedingungen zu checken. Nach unseren Überlegungen legt sich am späten Nachmittag der thermische Wind; und so ist es auch jetzt.
Abendflug

Spät Nachmittags konnten wir immer am Rand des Gebirges starten und soaren.

Abendflug

Wir packen schnell die Schirme aus und begeben uns in die Luft. Noch ist zum Teil viel Wind, mich zieht es gleich einige Meter nach hinten, der Wind 5 m oberhalb des Geländes ist doch stärker als erwartet. Und der steinge Untergrund rät zur Vorsicht. Also starte ich etwas später und komme auch noch zu einem abendlichen, schönen Soaringflug.

El Gouna

am roten Meer gelegt. Relaxt! Eine schön gestaltete Lagunenlandschaft mit vielen guten Hotels und einem netten Ambiente

El Gouna

El Gouna, das habe ich noch nicht erlebt: Vom Meer aus sind Wasserstrassen ins staubige Landesinnere gegraben worden, so dass eine Lagunenlandschaft entstanden ist. Jedes Hotel oder Haus hat einen direkten Zugang zum Wasser, Zäune gibt es zwischen den Häusern nicht. Also kann man am Morgen ganz ungehindert am Strand und vor den Gebäuden joggen. Die Häuser sind alle anspruchsvoll gebaut, es gibt keine Hoteltürme wie z. B. in Spanien. Vier unterschiedliche Stockwerke sind das höchste. Wir suchen uns ein nettes Lokal zum Abendessen. Wir finden etwas versteckt einen Araber, der ägyptische Speisen anbietet. Italiener, Thais, Marokkaner und viele andere Nationalitäten fallen eher auf, als unser Ägypter.
Blumenpracht

Die Anlage in El Gouna glänzt mit vielen bunten Blumen und das fast in der Wüste!

Blumenpracht

"wüster" Trainingsplatz

In den folgenden Stunden stellt sich unser Platz als perfekter Hang zum Bodenhandeln heraus.

"wüster" Trainingsplatz

Am nächsten Tag fahren wir in einen südlicheren Bereich der Wüste um Hurghada. Der Tag verläuft ähnlich, wir finden gute Stellen zur Trainieren von Rückwärtsstarts etc. Und am Abend dann auch wieder ein Flug von einer Soaringkante. Dort beim Start kommt Hami mit frischen Erdbeeren zu uns. Eine Schau, das im Winter und dann noch so gute, süsse ägyptische Erdbeeren!!
Das Pilotenfutter..

.. erdbeeren: Unser Fahrer bereitete vor einem Start köstliche Erdbeeren zu. Super Stärkung!

Das Pilotenfutter..

Dann heisst es am Morgen darauf um 6 Uhr Abfahrt vom Hotel, es soll nach Luxor am Nil gehen. Mit einem Kleinbus werden wir zunächst zur Tempelanlage Karnak chauffiert.

Ramses II mit Tochter

Merit-Amun in Karnak, eines der antiken Weltwunder. Auch unser Tag in Luxor war sehr interessant.

Ramses II mit Tochter

Diese älteste Tempelanlage begeistert durch riesige Mauern, hohen Stelen und mehren Obelisken, die aber zum Teil nach Paris, London und Washington entführt und wieder errichtet wurden. Unser Local Guide will für uns eine Fluggenehmigung für die drei historischen Weltkurlturerbe-Anlagen in Luxor erreichen. Aber nach 2 Stunden Verhandlung will der Governeur doch zuviel Geld, das alte Denken ist immer noch präsent!.
 Streitwagen in Karnak

Streitwagen in Karnak

Streitwagen in Karnak

Schade, es hätte tolle Bilder gegeben. So betrachten wir die historischen Steine mit Ehrfurcht, vor denen, die sie sicher nicht freiwillig errichtet haben. Nach einem einfachen Mittagessen kreuzen wir den Nil mit einem Boot, um zum bekannten Tal der Könige zu gelangen. Hier shuttelt uns ein Elektrozüglein zum Eingang. Zu Fuß wären wir schneller gewesen!

  • 1. Photografieren verboten,
  • 2. Auch mit dem Smarty ist es nicht erlaubt, es wird einem abgenommen, so unser Führer.
  • 3. Es ist wirklich sehenswert, die alten Grabstätten. ...Ägypter sind Meister der Aufzählung!

So erfahren wir einiges über die historischen Grabungsarbeiten mit ihrem noch heute gut erhaltenen Finish. Die Farben leuchten heute noch, als wären sie erst gestern von einem Ägypter aufgemalt worden; sensationell! Alle Hyroglyphen sind erst in die glatte Wand geritzt worden, bevor sie ausgemalt wurden. Das ergibt einen zusätzlichen optischen Effekt.

Auch eine kurze Abhandlung über die Mumifizierung "How to make a mummie" ließen wir über uns ergehen. Und nach drei Gräbern der Könige des "Neuen Reiches" meinten wir auch, alle zu kennen. Aber auch hier ein "sensationell".

Hatschepsut Malerei

jahrtausende alte natürliche Farben können noch so prächtig aussehen!

Hatschepsut Malerei

Dritte und fast letzte Station war dann der Tempel Hatschepsut. "Sie war eine altägyptische Königin (Pharaonin). Sie wird der 18. Dynastie (Neues Reich) zugerechnet. Nach ägyptischer Chronologie regierte sie etwa von 1479 bis 1458 v. Chr;" soviel weiß Wiki Peter von ihr. Die von ihr errichtete Tempelanlage sieht eher wie ein Bauwerk neuerer Zeit aus. Aus der Nähe sieht man dann die alten Hyroglyphen und Statuen. Doch die Architekten von damals habe auch an die nachfolgenden Generationen gedacht: Die große Treppe zum Trempel eignet sich zum Starten mit dem Schirm, diesmal war es leider nicht möglich, siehe oben, aber wir kommen wieder...
 Nil und Sonnenuntergang

Nil und Sonnenuntergang

Nil und Sonnenuntergang

Nach der langen Rückfahrt mit sehr eigenwilligen Lichtzeichen in der Nacht... beginnen wir den nächsten Tag etwas relaxter: 9.00 Uhr Abfahrt mit dem Allrad in die Wüste, um wieder neue Gegenden zu erkunden. So finden wir heute den besten Sandhügel, seit wir hier die Gegend erkunden, zum Trainieren. Der Wind passt genau und ist auch nicht zu stark. Also lassen wir unsere "Anfänger" ran. Ayman macht seine allerersten Starts und ist schon beim 2. Versuch physisch und mental abgehoben. Er freut sich riesig, hat er sich doch seit einem Jahr nur über das Internet mit dem Gleitschirmfliegen beschäftigt. Den Tag wird er sich rot anstreichen.

Amir fliegt

Unser Kölner Ägypter macht seinen ersten Flug in Ägypten. Ein Grund zu einer abendlichen Feier

Amir fliegt

Amir, unser Köln Ägypter, fliegt noch nicht so lange und kann hier seinen ersten Ägyptenflug machen, auch ein toller Höhepunkt für ihn.

An der bekannten Kante hatten wir uns für heute einen Bereich in der Nähe einer Antenne oder einer kleine Ruine ausgesucht.

 tolle Landschaft

tolle Landschaft

tolle Landschaft

Während wir wieder lange mit den Schirmen trainieren, sucht Hami, der Fahrer, einen Weg dorthin. Später fahren wir dann über eine wilde Piste Richtung Küste. Und Hami fährt uns ganz in die Nähe der kleinen Ruine. Wir gehen ein paar Meter vor an die abgeflachte Kante und finden einen super guten Startplatz. Nur heftiger Wind, also machen wir im Windschatten vom Auto erstmal Brotzeit. Ca. eine gute Stunde vor Sonnenuntergang starten wir in den nachlassenden Wind und können uns zum Teil bis nach Sonnenuntergang in der Luft halten. Ein phantastischer Flug an der langen Kante entlang. Wir proben immer längere Strecken vom Startplatz weg, bis der laminare Wind langsam zu schwach zum Soaren wird.
Fliegen über der Shisha

Unser Fahrer hatte sogar eine Wasserpfeife in seinem Auto.Sonst ist das nur im Restaurant üblich.

Fliegen über der Shisha

Wir beschliessen diesen tollen Tag mit der Besprechung der neu entdeckten guten Fluggebiete bei Beduinencafe und einer Shisha. (Wasserpfeife).

Unser vorletzter Tag am roten Meer führt uns weit in den Süden Richtung Sudan. Nach einigen Besichtigungen von wenig geeigneten Stellen, finden wir am Abend noch einen schönen Hügel, den wir zu Fuß ersteigen. Ein Startplatz findet sich oben und so fliegen wir auch am heutigen Tag.

Auf dem Rückweg fallen uns unendlich viele Hotelanlagen auf, entweder fertig gestellt oder im Bau befindliche! Ägypten will die ganze Welt beherbergen, aber zur Zeit stehen viele Anlagen leer. Wir halten in Safada, einem nicht touristischen Ort an der Küste des roten Meeres bei einem "Bayern", der seit 30 Jahren Urlaub in Traunstein macht und den bayrische Slang sehr gut beherrscht! Aber nicht nur boarisch kann er, sondern auch sehr gut kochen. Fisch aus dem roten Meer, in Hurghada nicht erhältlich, gibt es hier in der Familienpension in bester Qualität.

Mit dem Glasbodenboot...

...konnten wir die Korallen und auch einige Fische anschauen. Beim Schnorcheln war es intensiver!

Mit dem Glasbodenboot...

Rotes Meer, Hurghada Ägypten; was fällt einem dazu ein: Schnorcheln Riff, bunte Fische, Kiten, Sandstrand... wir haben noch nichts davon gesehen. Also widmen wir einen Teil unseres letzten Tages diesen Touri-dingen. In der Früh jogge ich ein wenig und es sind tolle Strecken, die du hier laufen kannst: Immer am Strand der Lagune entlang. Es gibt keine Zäune und Absperrungen zwischen den Hotels und Häusern. So kann man ungehindert durch diese künstlich angelegte Landschaft laufen. Toll! Schnorcheln ist das nächste Thema, was wir ausprobieren wollen. Mit einem kleinen Glasbodenboot tuckern wir gemütlich aus der Lagune zu den Riffen vor der Küste. Durchs Glas können wir die Korallen betrachten, aber leider liegen schon viele abgestorben am Boden. Die Russen... und früher wurde hier einfach wild geankert mit fatalen Folgen. Wir machen uns dann fertig zu einem Schnorchelgang, ziehen die ungewohnten Flossen, Taucherbrille und Tauchanzug gegen das kalte Wasser an. So paddeln wir dem Riff entgegen um dort eine Vielzahl von bunten Fischen zu bewundern. Nach den Stunden auf dem Wasser zieht es uns doch nochmal an die Gebirgskante. Wir steigen heute zu Fuß auf, nach ca. 20 Minuten sind wir oben. Wir hatten vorher bei unserem längeren Soaringflug mehrere gute Startplätze aus der Luft entdeckt und jetzt wollen wir sie testen. Der Wind ist noch stark, also laufen wir die Kante etwas ab und finden gute Startgelegenheiten. Fast verpassen wir den besten Startzeitpunkt, der Wind lässt schnell nach und ich starte hier als Erster. Das Soaren will schon nicht mehr so gelingen, also lande ich nach einigen Minuten Flugzeit neben dem Jeep.
Abendflug bei El Gouna

Spät Nachmittags können wir auch in der Nähe unseres Hotels noch toll Fliegen. Wir haben schöne Fluggebiete entdeckt und erstmals offiziell beflogen.

Abendflug bei El Gouna

Unser fliegerisches Fazit: Es gibt viele tolle Trainingsgelände, an denen man im Winter im T-Shirt super bodenhandeln kann. Der Abendflug war immer möglich und wunderschön. Tagsüber war in unserer Woche an der Küste der Wind zum Fliegen zu stark, da es aber immer thermische Winde sind, lassen sie zuverlässig nachmittags nach.

Mit diesem Fazit sind wir abends zu einer Einladung beim Governeur gefahren. In dem Rathaus von Hurghada berichteten Ayman und wir über die ersten offiziellen Flüge in der Wüste. Der Governeur war ganz angetan und erstaunt, das man ohne Motor doch so lange fliegen kann. Er bat uns, die noch fehlenden Genehmigungen von Armee und ziviler Luftfahrt einzuholen.

An unserem letzten Vormittag in El Gouna besuchen wir noch die Kiteschule am Strand und gehen durch den Yachthafen. Hier liegt richig viel Geld auf dem Wasser.

Schön, erlebnisreich und eine tolle Mischung aus Kultur und Abenteuer durften wir Dank Amir und Ayman hier erleben. Es lädt ein, wiederzukommen und noch mehr zu entdecken!!

FlyART wird als erste Flugschule Reisen in das Land der Pharaonen anbieten. Voraussichtlicher Zeitraum: Januar/Februar 2013.